Abb. 7: Calanchifläche in der Nähe von Bagnoregio. Trotz der unterschiedlichen Sedimentzusammensetzung ist die Erscheinungsform denen der Reißen in den Alpen recht ähnlich (Quelle: eigene Aufnahme 2012).

Questar3D: Hochpräzise Erosionsforschung in unterschiedlichen Klimaten Europas

Ein Beitrag von Georg Veh aus der 8. Ausgabe von entgrenzt.

Seit August 2013 werden unter der Federführung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die komplexen Wirkungszusammenhänge von Hangabtrag auf steilen Erosionshängen untersucht. In einem länderübergreifenden Transekt ausgehend von der Fränkischen Alb über die Nord- und Zentralalpen bis in die italienische Toskana sollen Erosionsraten mit neuesten Techniken wie Terrestrischem Laserscanning und drohnengestützter Stereophotogrammetrie quantifiziert werden. Mit bereits bestehenden Erosionsmodellen wird versucht, den Sedimentaustrag von kleinen Einzugsgebieten auf ganze Regionen zu übertragen. Der Artikel geht im Besonderen auf das Projektdesign ein und beleuchtet die Gründe für die Auswahl der Untersuchungsgebiete. Bereits jetzt lässt sich eine variierende Erosionsdynamik in den Testgebieten erkennen, deren Ursache durch mehrmalige Aufnahmen in den nächsten Jahren ermittelt wird. Weiterlesen

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Tourismus- und Freizeitgeographie – eine verkannte Teildisziplin der Geographie

Ein Beitrag von Werner Bätzing, das in der 10. Ausgabe von entgrenzt erschienen ist. Der Autor ist emeritierter Professor für Kulturgeographie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er beschäftigt sich seit 1977 mit der Situation und den Problemen des Alpenraumes und seit 1995 auch mit dem ländlichen Raum in Franken; in beiden Kontexten spielt für ihn die Tourismus- und Freizeitgeographie eine gewisse Rolle, u.zw. sowohl in theoretischer, empirischer wie auch in praktischer Beziehung. Dieser Aufsatz reflektiert die Erfahrungen mit seinen regelmäßig angebotenen Einführungsseminaren „Tourismus- und Freizeitgeographie“; ein besonderer Dank geht dabei an zahlreiche engagierte studentische Beiträge. Weiterlesen

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Geographisches – Call for Papers für die 12. Ausgabe [31.12.]

Du denkst, es steht schon alles überall geschrieben? Die Forschungsfelder der Geographie sind alle längst hinreichend beackert? Studierende hätten nichts zu wissenschaftlichen Debatten beizutragen? Weit gefehlt! Wo ist euer Selbstbewusstsein? Wissenschaft ist ein Prozess. Jeden Tag werden neue Erkenntnisse gewonnen, Ideen geboren und Forschungsarbeiten vorangetrieben. Wir wollen dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Stimme geben – eure Stimme.

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Foto(Geo)graphie: Ausgabe 8

Nischen beschreiben in den Naturwissenschaften für den Menschen, die Flora und die Fauna anspruchsvolle Lebensräume, die durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Umweltfaktoren eine hohe Anpassung und eine spezielle Funktion im Ökosystem erfordern. Tiefseefische in der Schwärze des Ozeans, die Eidechse in der Wüste oder Mangrovenwälder im Gezeitenwechsel der salzigen Ozeane! Im humangeographischen Sinne finden sich die Nischen der Menschheitsgeschichte in Raum und Zeit! So bilden Obdachlosigkeit oder Entschleunigung Nischen im sozialen Gefüge vieler Gesellschaften und der Turbokapitalismus oder die Lebensart der Urwaldvölker und Hochgebirgsbewohner sind fasziniernde gesellschaftliche Besonderheiten! Die Foto(Geo)graphen in der Ausgabe 8, haben erschreckend reale Nischen in Form von Schießscharten und der Flucht vor dem Tod als einzigem Ausweg, aber auch in der beeindruckenden Ehrfurcht vor einer Landschaft sowie in dem politischen Ausdruck eines indigenen Volkes gefunden. Seht selbst.

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