Abb. 7: Calanchifläche in der Nähe von Bagnoregio. Trotz der unterschiedlichen Sedimentzusammensetzung ist die Erscheinungsform denen der Reißen in den Alpen recht ähnlich (Quelle: eigene Aufnahme 2012).

Questar3D: Hochpräzise Erosionsforschung in unterschiedlichen Klimaten Europas

Ein Beitrag von Georg Veh aus der 8. Ausgabe von entgrenzt.

Seit August 2013 werden unter der Federführung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die komplexen Wirkungszusammenhänge von Hangabtrag auf steilen Erosionshängen untersucht. In einem länderübergreifenden Transekt ausgehend von der Fränkischen Alb über die Nord- und Zentralalpen bis in die italienische Toskana sollen Erosionsraten mit neuesten Techniken wie Terrestrischem Laserscanning und drohnengestützter Stereophotogrammetrie quantifiziert werden. Mit bereits bestehenden Erosionsmodellen wird versucht, den Sedimentaustrag von kleinen Einzugsgebieten auf ganze Regionen zu übertragen. Der Artikel geht im Besonderen auf das Projektdesign ein und beleuchtet die Gründe für die Auswahl der Untersuchungsgebiete. Bereits jetzt lässt sich eine variierende Erosionsdynamik in den Testgebieten erkennen, deren Ursache durch mehrmalige Aufnahmen in den nächsten Jahren ermittelt wird. Weiterlesen

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Foto(Geo)graphie: Ausgabe 8

Nischen beschreiben in den Naturwissenschaften für den Menschen, die Flora und die Fauna anspruchsvolle Lebensräume, die durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Umweltfaktoren eine hohe Anpassung und eine spezielle Funktion im Ökosystem erfordern. Tiefseefische in der Schwärze des Ozeans, die Eidechse in der Wüste oder Mangrovenwälder im Gezeitenwechsel der salzigen Ozeane! Im humangeographischen Sinne finden sich die Nischen der Menschheitsgeschichte in Raum und Zeit! So bilden Obdachlosigkeit oder Entschleunigung Nischen im sozialen Gefüge vieler Gesellschaften und der Turbokapitalismus oder die Lebensart der Urwaldvölker und Hochgebirgsbewohner sind fasziniernde gesellschaftliche Besonderheiten! Die Foto(Geo)graphen in der Ausgabe 8, haben erschreckend reale Nischen in Form von Schießscharten und der Flucht vor dem Tod als einzigem Ausweg, aber auch in der beeindruckenden Ehrfurcht vor einer Landschaft sowie in dem politischen Ausdruck eines indigenen Volkes gefunden. Seht selbst.

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Bienenhotel

Der Frühling naht und in Leipzig lautet das Motto: „Home sweet home“ – Bienen- und Insektenhotels für unsere Stadt!

ein Beitrag von Ronny Schmidt, Kristine Arndt, Antje Enke, Anja Lorber und Andreas Sachse, der in der 8. Ausgabe von entgrenzt (WS 2014/15) erschienen ist.

Warum es gerade in der Stadt so wichtig ist, gezielt Nistmöglichkeiten zu schaffen und wie die GeoWerkstatt Leipzig e.V. das umsetzt, lest ihr in der 8. Ausgabe von entgrenzt oder sofort hier online.

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Mosaik aus Wald und Wasser auf der Finnischen Seenplatte, das Richtung Norden zunehmend durch Moorflächen unterbrochen wird

Klimawandel im Norden — das Waldgrenzökoton im Fokus der Wissenschaft

ein Beitrag von Anna Franke, der in der 8. Ausgabe von entgrenzt (WS 2014/15) erschienen ist.

Teaser: Das flächenmäßige Gleichgewicht zwischen Permafrostboden und Feuchtgebieten ist entscheidend für die Treibhausbilanz der borealen Zone. Der Klimawandel nimmt Einfluss auf dieses Gleichgewicht. Anna Franke gibt im Artikel „Klimawandel im Norden — das Waldgrenzökoton im Fokus der Wissenschaft” einen Einblick in die Auswirkungen einer potenziellen Nordverschiebung der borealen Waldgrenze auf die Kohlenstoffbilanz sowie das regionale und globale Klima.

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Wegweiser für wissenschaftliche Fragestellungen

ein Beitrag von Franziska Bader & Anne Dietrich, der in der 8. Ausgabe von entgrenzt (WS 2014/15) erschienen ist.

Teaser: Wenn wir Hausarbeiten schreiben und diese von Dozierenden kommentiert bekommen, ist ein häufiger Vorwurf, dass die Fragestellung unpräzise, zu ausufernd oder gar keine wissenschaftliche Fragestellung sei. Aber so wirklich sagen wollen sie uns auch nicht, was nun eine Fragestellung ist, oder wie ich diese aufstelle und beantworte. Bei unseren Bachelor- und Masterarbeiten spiegelt sich genau dieses Dilemma wieder. „Die A’s und O’s wissenschaftlichen Arbeitens“ geht in die zweite Runde und befasst sich mit diesem Thema.

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